Kaffee-Alternativen

Kaffee Alternativen
Kaffee Alternativen

Ich liebe es gemütlich Kaffee zu trinken! Wer kennt es nicht? Morgens darf er nicht fehlen, in der Mittagspause natürlich auch nicht. Ein leckerer Kuchen ohne Kaffee – na wo kommen wir denn da hin? Man trifft sich nachmittags in einem Café und natürlich nimmt man nicht nur einen faden Kamillentee – da kann es dann doch schon mal der leckere Café Latte sein.  Doch natürlich ist es nur eine Gewohnheit – Kaffee ist kein Grundnahrungsmittel, und gibt uns grundsätzlich keine Vitalstoffe.

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Bei mir hat es nie wirklich überhand genommen, ich habe am Tag vielleicht maximal eine Tasse getrunken und purer Kaffee hat mir sowieso nie geschmeckt, daher hab ich ihn nur gemixt mit Milch bspw. getrunken. Doch irgendwann habe ich die Wirkung des Kaffees immer mehr hinterfragt und mir dennoch gedacht: so ganz ohne? Da würde ich schon etwas vermissen. Ganz klar – so bald man sich irgendeine Gewohnheit abgewöhnen will, gelingt dies durch die Ablösung mit etwas Neuem.
Daher habe ich mich in den letzten Jahren immer wieder an Alternativen ausprobiert. Und in der letzten Zeit hat sich ein wirklicher Liebling für mich herauskristallisiert – doch dazu später mehr.

Zuerst möchte ich der Frage nachkommen: warum ist Kaffee denn eigentlich nicht gut für unseren Körper?
Das Schlimmste am Kaffee ist eigentlich Koffein, denn der bringt unseren Körper reichlich durcheinander. Er täuscht quasi Stress und Bedrohung vor, unsere Nebennieren sind aktiv und es wird Adrenalin ausgeschüttet, auch die Herzfrequenz wird erhöht. Der Alarmzustand wird ausgerufen – und alles nur dafür, dass wir erstmal wach und fit sind. Und dafür reichen in der Regel ja auch schon 100ml, sofern er recht stark gebrüht ist.
Wer dann einmal die Kaffeesucht durchbricht, wird merken, dass man eine oder andere Symptom zu spüren beginnt: man fühlt sich schlapp, hat kaum Energie und kann sich schlechter konzentrieren, vielleicht beginnen auch die Beine zu kribbeln und werden schwer. Langfristig kann Koffeein sogar richtig unschöne Begleiterscheinungen haben, denn durch Entzug können arg Kopfschmerzen entstehen. Wer also öfters Kopfschmerzen hat und sich fragt, wo die wohl herkommen, sollte hier vielleicht einen Zusammenhang in Betracht ziehen.
img_7602aKoffein ist eine Substanz, die sich auf die menschliche Psyche auswirkt und schlichtweg abhängig macht. Dabei ist Koffein völlig legal, ja teilweise sogar in Tablettenform erhältlich und hat eine hohe Akzeptanz in unserer Gesellschaft.
Ein weiterer Aspekt ist auch, dass Kaffee den Körper stark übersäuern lässt und den Säure-Basen-Haushalt stark durcheinander bringt. Im schlimmsten Fall führt es zu stetigem Sodbrennen. Da kann man noch so viel basische Lebensmittel zu sich nehmen und versuchen mit diversen Hausmittelchen einer Übersäuerung gegen zu wirken – Kaffee macht einem da einen Strich durch die Rechnung.
Und nicht zuletzt: Kaffee hat eine große Auswirkung auf die Verdauung. Daher sagt man vielen Kaffee-Dauer-Trinkern nach, sie hätten einen „flotten“ Stuhl. Wer regelmäßig und vielleicht sogar in größeren Mengen Kaffee genießt, wird tendenziell (vorerst) keine Probleme mit der Verdauung haben. Wenn man dann einmal keinen Kaffee trinkt, wird man die Konsequenz deutlich spüren: Verstopfung.

Im Internet kursieren viele Ideen wie man sich den Kaffee erfolgreich abgewöhnen kann und welches die besseren Alternativen- oder Zubereitungsmöglichkeiten sind. Es heißt zum Beispiel, dass sehr lang gerösteter oder auch kalt gebrühter Kaffee gesünder ist. Da das alles ganz schön aufwändig ist und am Ende doch nur eine semi-gute Alternative, gab es für mich im Februar 2016, während meiner ersten Basenfastenkur doch nur eine Möglichkeit: kalter „Entzug“. Und auch wenn ich zuvor täglich nur maximal eine kleine Tasse getrunken habe, es war deutlich zu spüren – im positiven wie im negativen.

Hat man einmal den Absprung geschafft, wird man merken, dass es gar nicht so wild ist und man sich viel besser, ja sogar viel freier fühlt. Es gibt viele Möglichkeiten in den Tag zu starten: es reicht schon, wenn man sich ein wenig bewegt, ein großes Glas (warmes) Wasser trinkt oder auf eine andere Weise den Stoffwechsel anregt.

Für den Fall, dass es einem jedoch um die Gemütlichkeit geht, kann man auf diversen Alternativen zugreifen, die ich im Folgenden vorstellen möchte:

Getreidekaffee kommt dem Geschmack des normalen Bohnenkaffees sehr nahe. Auch Farbe und Geruch ähneln diesem sehr, da die Zutaten auch wie Kaffeebohnen behandelt und verarbeitet werden. Manche kennen ihn vielleicht auch als Landkaffee oder Muckefuck. Die einzelnen Begriffe beziehen sich z.T. auf die Inhaltsstoffe, werden jedoch generalisiert auch für sämtliche Formen des Getreidekaffees verwendet, manchmal werden auch mehrere Zutaten gemischt verwendet. Getreidekaffee bekommt man in Pulverform, dieses muss jedoch nicht gefiltert, sondern einfacher nur mit heißem Wasser aufgegossen werden. Als Zutaten kommen bspw. gemälzte Gerste (Malzkaffee), ungekeimte Gerste und Roggen sowie die Wurzel der Gemeinen Wegwarte (Zichorienkaffee) zum Einsatz.
Nachteil des Getreidekaffee ist schlichtweg, dass man ihn nicht in jedem Restaurant oder Kaffee erhält und spätestens dann wieder auf eine andere Alternative zurückgreifen muss. Ein weiterer Nachteil ist, dass Getreide auch nur bedingt eine Möglichkeit darstellt. Im Rahmen einer Glutenunverträglichkeit, scheidet diese dann nämlich ganz schnell aus.

Chai-Tee, bzw. Gewürztee kann auch als Ersatz für eine Kaffeeleidenschaft in Betracht gezogen werden. Chai wirkt anregend, jedoch nicht aufregend und enthält, sofern er nicht auf Basis von Schwarztee zubereitet wurde, keinen Koffein. Chai hat seinen Ursprung im asiatischen Raum und hat in jedem Land seither jedoch einen unterschiedlichen Charakter und wird in verschiedenen Variationen genossen. Klassischerweise handelt es sich um eine Schwarzteemischung, die mit verschiedenen Gewürzen verfeinert und anschließend mit Milch aufgegossen wird. Die gesündeste Variante ist daher eigentlich, den Chai mit frischen Gewürzen wie Zimtstangen, Nelken, Anissternen und vielen mehr selbst zuzubereiten. Sofern man auf Schwartee, bzw. Koffein reagiert oder ihn aus sonstigen Gründen vermeiden will, kann man hier gut Einfluss nehmen. In Cafés wird der Chai in der Regel mit einem Teebeutel zubereitet.

Ich bin in den letzten Jahren zu einem wirklichen Chai-Liebhaber geworden und hier gilt nicht das Prinzip „Weniger ist mehr“, sondern „Je mehr, je besser“ – an Gewürzen sollte man nicht sparen. In Cafés oder Restaurants stellt es für mich auch eine gute Alternative dar, jedoch achte ich darauf, dass es sich dann ausschließlich um einen Gewürztee handelt. Ich habe immer wieder gemerkt, dass mein Magen ganz empfindlich auf Schwarztee reagiert. Auch wenn es heißt, dass der Koffein des Schwarztees nichts so schädlich sein soll wie der im Kaffee, enthält er Bitterstoffe, welche für manch einen unangenehme Nebenwirkungen mit sich ziehen.

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Lupinenkaffee

Mein Klassiker seit Anfang des Jahres ist jedoch der Lupinenkaffee. Im Bioladen gehört er fest zum Sortiment und ist preislich vergleichbar mit normalem (guten) Bohnenkaffee, jedoch ist er bisher noch sehr unbekannt. Lupinenkaffee ist geschmacklich kaum von normalem Kaffee zu unterscheiden und wird auch genauso zubereitet: er wird mit heißem Wasser aufgegossen und gefiltert und kann anschließend mit (pflanzlicher) Milch oder etwas Süße nach Belieben verfeinert werden.

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Lupinenkaffee – glutenfrei und koffeinfrei

Es handelt sich hierbei um geröstete Lupinenkerne, sodass der daraus entstehende Kaffee frei von Gluten und auch koffeinfrei ist! Dazu ist er äußerst gut bekömmlich und schmeckt wahnsinnig lecker! Leider bekommt man ihn so noch nicht in Cafés oder Restaurants angeboten, für zu Hause ist es für mich jedoch die perfekte Alternative, um nicht auf den Genuss verzichten zu müssen. Zubereitet als Lupinen Latte ist der Lupinenkaffee ein wirklicher Genuss!

Ich hoffe, ich konnte dem einen oder anderen hiermit eine Inspiration geben. Was trinkt ihr am Liebsten? Kennt ihr noch andere Alternativen?

Alles Liebe,

Coco

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