Ölziehen

Vor geraumer Zeit habe ich bereits einen allgemeinen Artikel zur natürlichen Zahnpflege veröffentlicht und bin so schon kurz auf die wirklich positive Wirkung des Ölziehens eingegangen. Für all die, die noch nicht davon gehört haben: in diesem Artikel findet ihr zusammengefasst und geballt alle Infos rund um das Ölziehen!

Ölziehen - so einfach und doch so wirkungsvoll
Ölziehen – so einfach und doch so wirkungsvoll

Vorweg möchte ich sagen: es ist nicht so schlimm wie es sich anhört, ganz im Gegenteil! Der Begriff des „Öl ziehens“ klang für mich damals im ersten Moment auch etwas abschreckend – dabei ist es an sich sehr simpel und für unsere Gesundheit wirklich von großer Bedeutung. Ich habe es irgendwann probiert und damals zunächst sehr sachte begonnen. Heute möchte ich es bei meiner morgendlichen Routine nicht mehr missen 🙂

Was ist Öl ziehen?
Ölziehen ist eine Ergänzung für die normale Zahnpflege und hat darüber hinaus einen sehr positiven Effekt für unsere Gesundheit. Kurz gesagt: es bietet sich als zusätzliche Pflege zum Zähneputzen an, und hat eine unheimlich positive und schnell sichtbare Wirkung.
Das Ölziehen ist eine traditionelle Form der Entgiftung und bedeutet, dass man morgens, direkt nach dem Aufstehen einen Löffel Öl in den Mund nimmt und mindestens 15-20 Minuten im Mund hin- und herspült. Hierfür eignen sich prinzipiell alle Öle und jeder muss für sich selbst seinen persönlichen Favoriten finden. Ganz besonders positive Erfahrungen habe ich selbst mit Kokosöl gemacht, da es sehr angenehm schmeckt und von der Konsistenz her sehr angenehm im Mund zergeht. Das Öl wird hierbei im Mund hin- und hergespült, geschlürft, und sollte sich überall im Mundraum verteilen, auch in den kleinen winzigen Zwischenräumen der Zähne.
Es ist ganz besonders wirksam, wenn man direkt morgens nach dem Aufstehen mit dem Ölziehen beginnt. Zuvor sollte man nichts gegessen oder getrunken haben (nicht einmal Wasser!), damit die Mundschleimhaut auch wirklich aufnahmefähig ist. Zur optimalen Aufnahme der guten Inhaltsstoffe benutzt man vorweg noch einen Zungenschaber, um die Zunge zu reinigen und den Zungenbelag zu entfernen.
Nachdem man das Öl dann lang genug durch seine Zähne gezogen, gesaugt und geschlürft hat, kann man es ausspucken. Man sollte es auf keinen Fall herunterschlucken, da sonst alle Bakterien wieder in den Organismus gelangen. Damit auch die Bakterien nicht in den Wasserkreislauf gelangen, spuckt man es in den Biomüll.
Anschließend sollte man sich gründlich die Zähneputzen.

Positive Wirkung des regelmäßigen Ölziehens
Zusammengefasst kann man sagen: die Zähne fühlen sich sauberer und weißer an, man hat das Gefühl, dass der gesamte Mundraum sich sehr gepflegt anfühlt und auch das Zahnfleisch ist wesentlich resistenter und nicht mehr empfindlich. Ein weiterer Effekt ist, dass so der Parodothose sehr entgegen gewirkt wird.  Man kann also auf natürliche Weise sehr gut beinflussen wie lang man seine „echten“ Zähne lange behält.

Das Ölziehen hat alles in allem hinsichtlich unserer Zahngesundheit eine sehr positive Wirkung. So stärkt es die Zähne, des Zahnfleisches und des Kiefers, dient aber auch der Kariesvorbeugung sowie zur Bekämpfung von Mundgeruch und auch Zahnfleischbluten, und  wirkt dazu Mundtrockenheit und rissigen Lippen entgegen.

Das Ölziehen kann das Zähneputzen nicht ersetzen, reduziert jedoch Zahnbeläge und bekämpft Karies. Es wirkt entgiftend, denn es werden viele Gifte und Säuren, die sich über Nacht angesammelt haben, aus der gesamten Mundhöhle und dem Zahnfleisch gezogen. Durch das „Spülen“ wird das Zahnfleisch regelrecht massiert und somit die Durchblutung angeregt. Kokosöl hat dazu durch die enthaltene Laurinsäure eine starke antibakterielle Wirkung und wirkt sich somit sehr positiv auf die Mundflora aus. Jeder Form von Karies wird somit ganz schnell der Kampf angesagt 🙂

Noch einmal der Ablauf in Kürze

  • Man beginnt direkt morgens nach dem Aufstehen
  • man reinigt seine Zunge mit einem Zungenschaber
  • man nimmt ca. 1 EL Öl (bestenfalls Kokosöl) in den Mund
  • man spült für ca. 15-20min das Öl im Mund hin- und her
  • man spuckt das verwendete Öl in den Biomüll
  • anschließend noch einmal den Mund mit Wasser ausspülen
  • Zähneputzen
Ölziehen - so einfach und doch so wirkungsvoll
Ölziehen – so einfach und doch so wirkungsvoll

Fazit
Ölziehen ist eigentlich ganz einfach und gar nicht aufwändig. Dafür hat es jedoch eine unheimlich große Wirkung – wer es einmal probiert hat, will es nicht missen und freut sich über weiße, feste Zähne und ein resistentes Zahnfleisch! Wenn man sich die langfristige Wirkung vor Augen hält, wird einem bewusst, was für eine Wohltat es für unseren Körper eigentlich ist 🙂
Ölziehen lässt sich ganz gut in die morgendliche Routine integrieren: man kann nebenbei bereits viele Dinge erledigen. Es kostet nämlich auch keine Zeit, wenn man sich währenddessen schon anzieht, sich duscht, sein Essen zubereitet oder sonst die Zeit während des Ölziehens für etwas anderes Sinnvolles nutzt! 😉
Ölziehen ist überhaupt nicht teuer! Eine Flasche Öl oder ein Glas Kokosöl findet sich immer in der Küche, sodass man es jederzeit schnell ausprobieren kann 🙂

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10 Kommentare Gib deinen ab

  1. Vielen Dank für den sehr informativen Beitrag. Das war eine Jauch Frage und nur eine Dame wusste um was es sich handelt… und ich bin jetzt bestens informiert. Danke 👍

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    1. Coco sagt:

      Oh Christine, vielen lieben Dank für das schöne Kompliment! Das freut mich ja so zu hören! Wie genau lautete denn die Frage? Ich freue mich sehr, wenn meine Artikel andere bereichern! 😊 sonnige Grüße, Coco 🌰

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      1. Was ist Ölziehen … war die Frage 🙈😉

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      2. Coco sagt:

        Ahhh🙄 interessant! 🖒😊 sehr witzig!

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  2. Ellen sagt:

    Interessanter Artikel! Es funktioniert, ich mache das auch manchmal. Aber das mit den Bakterien, die man nicht im Wasserkreislauf haben will…Ähm…Da musste ich doch etwas lachen. Du benutzt vermutlich den Biomüll nicht auch als Toilette?!
    Mein Grund, Kokosöl nicht ins Waschbecken zu spucken, ist, dass es von der Konsistenz her schnell wieder festwerden und dann die Rohre verkleben könnte.

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    1. Coco sagt:

      Hallo liebe Ellen!
      Ich spucke mein du den Mund gespültes Kokosöl tatsächlich in unseren Biomüll, d.h. in unseren Abfalleimer in der Küche. Was in den Rohren passieren könnte, weiß ich gar nicht, eigentlich müsste sich das Öl mit dem Wasser dann ja binden, sodass es prinzipiell nicht zu Verklebungen kommen könnte (das tut es wohl eher bei dem ganzen anderen Mist, der in der Kanalisation gelangt (Stichwort Kosmetik). Aber wichtig ist ja, dass die im Kokosöl gelandeten Bakterien nicht im Wasserkreislauf landen 🙂
      Freu mich sehr zu hören, dass du es auch schon ausprobiert hast 🙂 ich kann wie gesagt schon gar nicht mehr ohne, gehört absolut zu meiner morgendlichen Routine!!
      Liebe Grüße von Coco

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  3. eckstein sagt:

    ich bin dann auch wieder dabei. nachdem es mir schon einmal toll geholfen hat. ich nehme allerdings sesamöl, weil ich kokos nicht so gut vertrage. sehr guter artikel!
    lieben gruß
    kerstin

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