Sonne und Sonnenschutz

Der Sommer ist da und es ist wie jedes Jahr ein großes Thema: Sonnenschutz! In verschiedensten Drogerien werden die neusten Produkte verkauft und die Flaschen stapeln sich. In der Werbung werden wir auf alles aufmerksam gemacht und bestmöglich über alles informiert: von UVA bis UVB und es gibt die verschiedensten Variationen. Doch ganz gleich, ob man sich für ein Sonnenspray, ein Sonnenöl oder eine Creme entschieden hat, ganz gleich welcher Lichtschutzfaktor (LSF) der passende ist und ob man sich auch passenderweise mit der Aprés-Lotion ausstattet, stelle ich mir seit Langem die Frage: ist das denn alles nötig?

Seit weit über einem Jahr benutze ich jetzt keine konventionelle Kosmetik mehr und das schließt natürlich auch die Sonnencreme total aus. Ich habe anfangs, sofern ich besonders starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt war, noch immer auf ein biozertifiziertes Produkt zurückgegriffen, weil ich Angst hatte etwas zu riskieren. Doch wenn ich mir die Liste der Inhaltsstoffe angeschaut hatte, wurde mir ganz schwindelig. Sicher verzichtet man so auf die unnötigen Duft-, Farb- und sonstigen Zusätze, doch jedes gute biozertifizierte Produkt hat auch einen stolzen Preis und beinhaltet noch zuviele, mir nicht bekannte, Inhaltstoffe, die ich nie, nie in den Mund nehmen möchte. Und ganz nach dem Motto „Was du nicht in den Mund nimmst, gehört auch nicht in deinen Körper“ habe ich bei meinem letzten Urlaub festgestellt, dass es auch gar nicht nötig ist sich extra mit teurer Sonnenlotion auszustatten.

Natürlicher Sonnenschutz
Natürlicher Sonnenschutz

Ausreichende Vitalstoffversorgung

Der Körper schafft es sich optimal selbst zu schützen, wenn wir ihm nur die Möglichkeit geben. Kleistern wir unsere Haut jedes Mal mit einer Creme zu, vielleicht sogar mit LSF 50, wird er keine Gelegenheit haben, keine Notwendigkeit, diesen Schutz aufzubauen. Es wäre gefährlich ein Neugeborenes sofort einer starken Sonneneinstrahlung auszusetzen, doch wenn die Haut durch eine dicke Schicht an Creme nie direkte Sonnenstrahlen genießen kann, wie kann sich die Haut dann überhaupt an Sonne gewöhnen?

Vegan und glutenfrei unterwegs

Grundlegend für einen Eigenschutz der Haut ist eine ausreichende Versorgung mit Vitalstoffen. Für jeden Stoffwechselvorgang, für alles, was der Körper leisten muss, benötigt er Vitamine und Mineralstoffe, so auch für den Aufbau eines Eigenschutzes gegen die Sonne. Man kann davon ausgehen, dass bestimmte Vitamine besonders gut geeignet sind wie z.B. Vitamin A, bzw. das Karotin. Doch auch Antioxidantiantien für die freien Radikale im Körper sind in diesem Zusammenhang nicht zu unterschätzen. Experten empfehlen daher Astaxanthin. Kann man davon ausgehen, dass der Ph-Wert im Gewebe des Körpers sich vorwiegend im basischen Bereich befindet, ist auch dies sehr förderlich, denn ein übersäuerter Körper hat mit anderen Baustellen zu kämpfen und wäre nicht in der Lage sich auf solch ein Problemchen wie den Schutz gegen die Sonne zu konzentieren.

Daher kann man davon ausgehen, dass es nicht um einzelne Vitamine geht, sondern um das Große Ganze, um eine gute und ausreichene Versorgung mit Vitalstoffen in jeder Hinsicht, damit dem Körper das zur Verfügung steht, was er wirklich braucht. Ist man sich nicht sicher was genau der Körper gerade braucht, besteht die Möglichkeit dies beim Arzt, bzw. Heilpraktiker testen zu lassen. Oder aber man versorgt sich mit einem Rund-um-Nährstoffkomplex und ist so auf der sicheren Seite. Denn ganz gleich, ob es um den Sonnenschutz, das Immunsystem oder jeden beliebigen Stoffwechselvorgang geht: der Körper braucht viel und von allem etwas. Vitamine und Mineralstoffe bedingen sich dazu gegenseitig, vor allem in der Aufnahme. Nährstoffpräperate sind in der Regel darauf ausgelegt, umfassend und ausreichend zu versorgen. Ansonsten kann man sich auch querbeet, im Regenbogenprinzip durch den Obst- und Gemüsegarten knabbern: hier wird der Körper auf natürliche Weise bestmöglich versorgt!

Natürlicher Sonnenschutz
Natürlicher Sonnenschutz

Natürlicher Schutz: Kokosöl

In meiner Tasche habe ich immer ein kleines Gläschen davon dabei: Kokosöl. Es ist der Helfer in jeder Not und für jeden Verwendungszweck. Da es zudem auch einen LSF von 4 hat, bewährt es sich auch beim Sonnenbaden. Der LSF steht für einen Faktor mit dem die Zeit des natürlichen Hautschutzes multipliziert werden kann. Geht man davon aus, dass man es natürlicherweise ca. 15 Minuten ohne jeglichen Schutz in der Sonne aushalten würde, dann schafft man es mit Kokosöl auf eine Stunde (15 Minuten x LSF 4) und das ist schon mal eine ganze Menge. Für den Anfang und bei ganz empfindlicher Haut ist es daher empfehlenswert, sich gut „einzuölen“ und die Haut zusätzlich zu schützen. Mit der Zeit wird man jedoch merken, dass es gar nicht mehr so sehr nötig ist und man zum einen die Menge reduzieren kann und an manchen Tagen und bei geringerer Sonneneinstrahlung kein Öl benötigen wird. Ich selbst habe eine sehr helle Haut und habe es geschafft drei Wochen auf Kuba einzig und allein mit Kokosöl zu überstehen, ohne nur einmal einen Sonnenbrand zu haben!

Natürlicher Sonnenschutz
Natürlicher Sonnenschutz

Sonstige Utensilien

Ist man verstärkt und sehr lange der Sonne ausgesetzt, hilft es, wenn man sich mit zusätzlichen Utensilien ausstattet. Die Auswahl ist groß und vielleicht hilft es ganz einfach zu denken: ein weißes Longsleeve oder zumindest ein Shirt, was die doch eher empfindlichen Schultern abdeckt, ein Sonnenhut und ggf. sogar Strumpfhosen. Es ist eine ganz natürliche Möglichkeit sich auf diese Weise vor der Sonne zu schützen. Bevor man sich mit chemischer Sonnencreme vergiftet, kann man seine Haut an empfindlichen Stellen auch sehr einfach schützen. Ich habe lange Zeit keinen Sonnenhut getragen und ihn in den letzten Jahren lieben gelernt. Das Prinzip ist ganz einfach und man tut sich damit selbst solch einen großen Gefallen! Das Urlaubsfeeling ist dann auf jeden Fall vorprogrammiert 🙂

Die richtige Sonnenbrille

Noch bevor man darüber nachdenkt, wie man seine Haut vor der Sonne schützt, hat man die Brille schon auf der Nase. Man bekommt sie überall und in verschiedenen Modellen und Preisklassen. In Deutschland sind sie in der Regel mit einem kleinen Sticker versehen: UVA und UVB Filter. Doch was bedeutet das? Macht man sich damit vertraut, wie eine Sonnenbrille funktioniert, versteht man, dass die Sonnenbrille die Augen vor der Sonne schützen soll. Kneift man ohne Brille die Augen stark zusammen, so kann man mit Brille schon viel besser sehen. Doch genau das ist das Problem. Handelt es sich um ein günstiges Modell, so kann die Sonne durch die verdunkelten Gläser direkt auf das geöffnete Auge treffen und erhebliche Schäden anrichten. Die dunklen Gläser vermitteln einem im ersten Moment ein Gefühl der Erleichterung, sind am Ende jedoch vielleicht eine große Gefahr, da sie dazu animieren, die Augen weit zu öffnen.

Optimalerweise sollten die Brillengläser daher mindestens einen Schutz gegen UVA und UVB haben, doch dazu auch polarisiert sein und im besten Fall dazu sogar verspiegelt. Die Polarisation bewirkt ein Reflektieren der Sonnenstrahlen, sodass diese nicht direkt auf das Auge treffen und sozusagen von den Brillengläsern abgefangen werden.

Insgesamt kann man sich jedoch auch hier fragen: ist es wirklich notwenig eine Brille zu tragen? Es heißt, wenn man einmal damit angefangen hat, gewöhnt man sich so sehr daran, dass man nicht mehr ohne Sonnenbrille kann. Wer selbst häufig eine Sonnenbrille trägt, kann sich daher einfach selbst fragen, wie es sich anfühlt, wenn man diese einfach abnimmt. Wahrscheinlich tendiert man dazu die Augen zuzukneifen, denn das ist ein natürlicher Reflex, den man den Augen mit der Sonnenbrille nimmt. Versucht man diese Gewohnheit mal für kurze Zeit zu umgehen, wird man merken, dass es gar nicht so schwierig ist und die Augen sich schneller anpassen als man denkt!

Fazit

Natürlicher Sonnenschutz
Natürlicher Sonnenschutz

Ich hoffe, ich konnte euch durch diesen Artikel ein wenig inspieren die „Idee“ der Sonnencreme etwas zu überdenken. Auch wenn man es als Kind so beigebracht bekommen hat, kann man es vielleicht hinterfragen, ob es immer notwendig ist, Sonnencreme aufzutragen und welche Alternativen es dafür gibt. Möchte man es sich einfach machen und weiterhin seine Haut mit Creme schützen, macht es dazu natürlich einen großen Unterschied, welche Sonnencreme man benutzt. In jeder Hinsicht sollte man sich jedoch bewusst darüber sein, dass man seinem Körper keinen Gefallen tut, wenn man die Haut mit einer chemischen Sonnencreme belastet. Es sind zu viele Giftstoffe enthalten, die am Ende verstoffwechselt werden müssen und den Körper langfristig belasten können. Der natürliche Schutz jedoch, kombiniert mit ein paar Hilfsmitteln hat keinerlei Nebenwirkungen und bringt eine wahre Einfachheit mit sich.

Vegan und glutenfrei unterwegs

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