Sonnenallergie

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Die Sonnenallergie ist besonders bei den Deutschen weitverbreitet, vielleicht sogar insgesamt in Europa und der westlichen Welt. Bei einigen zeigen sich die ersten Pusteln der Urtikaria schon nach ein paar Strahlen, andere sind resistenter und reagieren erst bei starker Sonneneinstrahlung. Bei manchen treten nur im Frühling bei den ersten Strahlen Symptome auf, bei anderen wiederum ist ein Zusammenhang mit bestimmten Lebensmitteln für das Auftreten der Symptomatik offensichtlich.

Die Frage ist: Was ist eine Sonnenallergie überhaupt und wie entsteht sie? Da ich selbst für viele Jahre darunter gelitten und verschiedene Dinge ausprobiert habe, möchte ich hier meine Erfahrungen teilen. Noch im letzten Sommer hatte ich ordentlich zu damit zu tun, meine Haut unter langer Kleidung zu verstecken und sie in jeder Hinsicht vor der Sonne zu schützen. Diesen Sommer kann ich ohne Einschränkung sagen: meine Sonnenallergie habe ich überwunden!

Natürlicher Sonnenschutz
Natürlicher Sonnenschutz

Das Immunsystem

Für viele ist der Zusammenhang bereits bekannt: das „Immunsystem“ sitzt zu einem sehr großen Teil im Darm. Man geht davon aus, dass damit 80% einnimmt. Es mag im ersten Moment wie eine vage These klingen, doch wenn man sich eine simple Kette vor Augen hält, sieht man, dass es logisch und nachvollziehbar ist.

Es ist nämlich so, dass uns die Nahrung, die wir zu uns nehmen, mit Vitalstoffen versorgt. Das, was wir essen, gibt uns genau die Energie, die wir brauchen, um durch den Tag zu kommen, unseren Körper grundlegend zu versorgen und notwendige Stoffwechselvorgänge zu ermöglichen. Unabhängig davon, was wir essen, durchläuft die zerkaute Nahrung einen Weg durch den Körper, bis das, was nicht mehr benötigt wird, in Form von Kot wieder ausgeschieden wird. Angefangen bei dem Mund, der die Nahrung mit Speichel versorgt, hin zum Magen, wo die Nahrung mit Magensäure versetzt und für die Verdauung vorbereitet wird. Anschließend bahnt sich die Nahrung den Weg durch den Darm: zunächst durch den Dünndarm, über verschiedene andere Schaltstellen, wird von Bakterien zersetzt, bis anschließend die Reste, bzw. der Speisebrei im Dickdarm ausscheidfähig und eingedickt werden, bevor sie dann in der Toilette zu finden sind.

Eine ganz wesentliche Rolle spielt in diesem Zusammenhang der Dünndarm, welcher durch seine Querfalten und Zotten auf eine Oberfläche von 10x10m kommt. Das klingt im ersten Moment unglaublich, doch nur so ist eine optimale Aufnahme der Vitalstoffe möglich. Über die Schleimhaut des Dünndarms werden alle durch die Nahrung bereitgestellten Vitamine und Mineralstoffe resorbiert. Damit dies optimal erfolgen kann, muss sicher gestellt sein, dass diese Schleimhäute im Dünndarm intakt sind, die Zotten in ihrer Physiologie nicht verändert sind und die Nahrung natürlich optimalerweise viele Vitalstoffe enthält. Im schlimmsten Fall wird die Schleimhaut des Dünndarms sogar durchlässig, sodass Toxine hindurchgelangen und direkt in das Blut gehen. Mineralstoffe und Vitamine können so jedoch nicht mehr aufgenommen werden.

Sofern man nun also ein Problem im Darm hat, welchen Ursprungs auch immer, denn das kann sehr vielfältig sein, funktioniert die Nährstoffaufnahme nicht mehr einwandfrei. Sofern der Körper mit Nährstoffen unterversorgt ist kann er also gar nicht anders als zu reagieren, sofern er mit Fremdsubstanzen konfrontiert oder mit z.B. zu starker Sonneneinstrahlung überfordert wird.

Der Ursprung einer Schädigung des Darms resultiert z.B. aus dem übermäßigen Konsum von unverdaulichen Nahrungsmitteln wie bspw. Gluten oder tierischem Eiweiß (=  Kasein), zu großen oder zu häufigen Mahlzeiten, zu hastigem, schnellen Essen, aber auch Stress trägt sehr dazu bei.

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Ein intakter Darm

Möchte man sein Immunsystem stärken, reicht es –entgegen aller Empfehlungen- nicht aus viel Vitamin C und Zink zu sich zu nehmen, sondern man muss grundsätzlich seinen Darm reinigen, gewährleisten, dass die Zotten im Dünndarm aktiv ihre Arbeit vollziehen und die Vitalstoffe aufnehmen können, die Schleimhaut hingegen aber nicht durchlässig ist für Toxine, die dann weiter das Immunsystem angegreifen könnten.

Eine Darmreinigung z.B. mit Erde und verschiedenen zusätzlichen Komponenten wie Algen oder Weizengras kann helfen den Dünndarm zu regenieren und so die Nährstoffaufnahme zu optimieren. Grundlegend und auch parallel muss eine ausreichende Versorgung mit Vitalstoffen gewährleistet sein, denn nur so kann der Körper alle notwendigen Stoffwechselvorgänge bewältigen und sich aktiv gegen alles „Fremde“ von außen wappnen.

Die Haut als Signalgeber

Die Haut ist die äußerste Schicht des Körpers, durch sie kann der Körper uns Signale geben. Jedes auch noch so kleine Symptom ist ein Zeichen, das etwas nicht stimmt. Ist irgendetwas nicht im Gleichgewicht, zeigt es sich schnell auf der Haut. Ist sie trocken oder fettig, ist sie gereizt oder rissig. Alles hat seinen Ursprung im Körper selbst und ist dementsprechend nur ein Symptom nach außen. Selbst die zarten Mundschleimhäute zeigen schnell eine Reizung sofern etwas nicht in Ordnung ist. Hat man oft Zahnfleischbluten oder gereiztes Zahnfleisch, hilft es daher selten die Zahnpasta zu wechseln oder eine andere Mundspülung zu verwenden. Die Ursache liegt viel tiefer, die Schaltstelle dafür ist der Darm.

Eine Sonnenallergie kommt somit meist schleichend. Vielleicht hat der Körper schon durch das eine oder andere Symptom auf sich aufmerksam gemacht und man hat es missachtet oder einfach falsch gedeutet. Es gibt hierfür keine konkrete Liste an Symptomen. Doch eine generelle Problematik im Darm, speziell im Dünndarm, bzw. ein daraus resultierender Vitalstoffmangel zeigt durch viele verschiedene Anzeichen wie z.B. Müdigkeit, Migräne, Haarausfall, Zahnfleischbluten, Augenringe oder auch ständig kalte Hände bzw. Füße. Wenn der Körper nun mit Pusteln der Urtikaria reagiert, kann man simplerweise davon ausgehen, dass der Darm und das Immunsystem sehr überfordert sind und hier eine Störung vorliegt. Der Körper versucht so das Problem nach außen zu tragen und auf sich aufmerksam zu machen.

Maßnahmen

Ist man bereits an dem Punkt, wo man schon bei wenigen Sonnenstrahlen mit den kleinen roten Pusteln an sämtlichen Körperstellen übersäht ist, hilft es nichts, dieses mit einem Antihistaminikum zu unterdrücken. Antihistaminika überdrücken das im Körper entstehende Histamin, welches durch den Stress (= Sonne) ausgelöst wird. Wäre der Darm intakt, würde nicht übermäßig viel Histamin ausgeschüttet werden. Genau an dieser Stelle muss man ansetzen.

Für mich selbst hat es sich sehr bewährt, dass ich meine Ernährung in jeder Hinsicht auf pflanzliche, bzw. glutenfreie Lebensmittel beschränkt habe. Es klang im ersten Moment damals für mich wie eine Einschränkung, jedoch ist es im Nachhinein ein Gewinn, da ich so z.B. unter anderen nicht mehr mit der Sonnenallergie zu kämpfen habe, und die Sonne sogar so sehr genießen kann, dass ich keine Sonnencreme brauche und nur mit Kokosöl auskomme. Der Eigenschutz meiner Haut ist also zu 100% gewährleistet, ganz von innen.

Dazu habe ich verschiedene Dinge ausprobiert, um meinen Darm zu „sarnieren“.  Angefangen bei der Heilerde über Chlorella bis hin zum wochenlangen Basenfasten: die Möglichkeiten sind vielfältig, doch wichtig war, dass ich überhaupt etwas unternommen habe. Je stärker eine (Sonnen-) Allergie bereits ausgeprägt ist, desto drastischer, bzw. langwieriger kann sich der Weg gestalten. Hierbei ist es wichtig, ganz genau auf seinen Körper zu hören, denn wenn die Verdauung optimal funktioniert, kann man ziemlich sicher davon ausgehen, dass auch das Immunsystem stark genug ist, um den Einflüssen aus der Umwelt standzuhalten.

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