Weniger ist mehr

Sofern man sich etwas intensiver mit Ernährung beschäftigt, stößt man auf viele Empfehlungen: man sollte täglich einen Salat essen, man sollte mindestens einen Smoothie trinken, 2 Datteln täglich sind empfohlen und auch ein Apfel, die Chiasamen sollte man nicht vergessen und dies und das und jenes. Fasst man alles zusammen, merkt man schnell, dass das viel zu viel ist.

Natürlicher Sonnenschutz

Hat man sich für eine pflanzliche Ernährung entschieden bekommt man dazu vielleicht sogar noch dann und wann gesagt, dass man ja viel mehr essen müsse, um satt zu werden. Bei den aktuell empfohlenen 2000kcal täglich, die man zu sich nehmen sollte, muss man ja schon so einiges essen, um dies zu erreichen.

Hast du schon einmal nachgespürt, wie es deinem Bauch nach einem Brunch oder Buffett geht? Normalerweise hält man meist für einen kurzen Moment inne und macht eine Pause und isst dann nach kurzer Zeit weiter, weil sich der Mageninhalt „gesetzt“ hat. Interpretieren wir dieses Signal des Körpers, verstehen wir, dass er uns ganz deutlich zu verstehen gibt, wann Schluss ist.

Nahrung vs. Verdauung

Es ist grundsätzlich so, dass uns die Nahrung, die wir zu uns nehmen, mit Vitalstoffen versorgt. Das, was wir essen, gibt uns genau die Energie, die wir brauchen, um durch den Tag zu kommen, unseren Körper grundlegend zu versorgen und notwendige Stoffwechselvorgänge zu ermöglichen. Unabhängig davon, was wir essen, durchläuft die zerkaute Nahrung einen Weg durch den Körper, bis das, was nicht mehr benötigt wird, in Form von Kot wieder ausgeschieden wird. Angefangen bei dem Mund, der die Nahrung mit Speichel versorgt, hin zum Magen, wo die Nahrung mit Magensäure versetzt und für die Verdauung vorbereitet wird. Anschließend bahnt sich die Nahrung den Weg durch den Darm: zunächst durch den Dünndarm, über verschiedene andere Schaltstellen, bis anschließend die Reste, bzw. der Speisebrei im Dickdarm ausscheidfähig und eingedickt werden, bevor sie dann in der Toilette zu finden sind.

Eine ganz wesentliche Rolle spielt in diesem Zusammenhang der Dünndarm, welcher durch seine Querfalten und Zotten auf eine Oberfläche von 10x10m kommt. Das klingt im ersten Moment unglaublich, doch nur so ist eine optimale Aufnahme der Vitalstoffe möglich. Über die Schleimhaut des Dünndarms werden alle durch die Nahrung bereitgestellten Vitamine und Mineralstoffe resorbiert. Damit dies optimal erfolgen kann, muss sicher gestellt sein, dass diese Schleimhaut intakt ist, die Zotten in ihrer Physiologie nicht verändert sind und die Nahrung natürlich optimalerweise viele Vitalstoffe enthält.

Optimale Vitalstoffaufnahme

Es heißt, dass die in der Nahrung enthaltenden Vitamine und Mineralstoffe nicht zu 100% aufgenommen werden können, d.h. wenn z.B. ein Apfel Vitamin C enthält, kann nur ein gewisser Prozentsatz des Vitamin C’s von der Schleimhaut im Dünndarm resorbiert werden. Warum ist das so?

Es gibt viele Gründe für eine verminderte Nährstoffaufnahme. Bezogen auf den Dünndarm bedeutet das, dass die Schleimhaut zu 100% intakt sein muss und die darauf liegenden Zotten ganz optimale Ausstülpungen bilden müssen. Hier spricht man von einer physiologischen Form des Darmes.

Doch auch, wenn man davon ausgeht, dass die Physiologie des Darmes, bzw. Dünndarmes gewährleistet ist, gibt es gewisse Faktoren, die sich sehr ungünstig auf die Vitalstoffaufnahme auswirken. Es bringt dem Dünndarm nämlich überhaupt nichts, wenn man zuviel isst oder zu häufig.

Vegan und glutenfrei

Weniger ist mehr

Sofern wir zu viel oder zu häufig essen, entstehen im Magen und Darm Säuren, die der Körper auf irgendeine Weise bewerkstelligen muss. Dazu braucht er weitere Vitalstoffe, die er vielleicht in der Nahrung finden kann, vielleicht auch nicht. Zudem arbeiten unsere Organe auf Hochtouren, um die entstehenden Säuren, welche zu einer Gährung und Produktion von weiteren Giftstoffen durch die Zersetzung führen, auszuscheiden. Im besten Fall ist es dem Körper gar nicht möglich die entstehenden Säuren und Toxine auszuscheiden, vor allem, wenn dies über einen längeren Zeitraum passiert und nicht genug Vitalstoffe zur Verfügung stehen. Für die Neutralisation der Säuren bedient sich der Körper an körpereigenen Reserven wie Knochen, Zähne, Haare etc. Die neutralisierte Säuren werden dann im Körper eingelagert.

Sich das vor Augen zu halten erschlägt einen im ersten Moment, doch wenn man sich diesen Prozess genauer anschaut, wird einem bewusst, wie schädlich es eigentlich für den Körper ist, wenn man zu viel, bzw. zu häufig ist. Ein Zuviel an Nahrung bewirkt im Körper absolut das Gegenteil und bewirkt eine Kette, die langfristig ernsthaften Schaden anrichten kann.

Ein Zuviel an Nahrung führt daher auch oft dazu, dass man schon nach kurzer Zeit wieder Hunger hat. Der Körper schafft es nicht, die Säuren auszuscheiden, bzw. zu neutralisieren und „schreit“ förmlich nach mehr. Nicht etwa, weil man „Hunger“ hat, sondern eher, weil der Körper für den Abbau der entstandenen Säuren und Toxine vermehrt Vitalstoffe benötigt.

Hallo Dünndarm!

Will man dem Dünndarm etwas Gutes tun, so isst man regelmäßig, genießt seine Mahlzeiten und lässt sie sich förmlich auf der Zunge zergehen. Nur so kann die Nahrung optimal eingespeichelt und für den Verdauungsprozess vorbereitet werden.

Sofern man merkt, dass man satt ist, was im besten Fall nach ca. 20 Minuten der Fall ist, wenn man langsam und genüsslich isst, hört man auf zu essen. Stellt man dem Körper vitalstoffreiche Nahrung zur Verfügung und deckt damit den täglichen Bedarf an den essentiellen Vitaminen und Mineralstoffen, verspürt man in der Regel nach einer Mahlzeit er nach 3-5 Stunden wieder Hunger.

Jedes Hungergefühl ist als ein „Schrei“ des Körpers nach Vitaminen, bzw. Mineralstoffen zu deuten. Ein Signal, welches uns ganz deutlich zeigen sollte, dass dem Körper etwas fehlt und der verzweifelte Versuch, irgendwie auf diesen Mangel aufmerksam zu machen.

Eine pflanzliche Ernährung, bei der die Lebensmittel gut gewählt, in Bio-Qualität, abwechslungsreich und bestenfalls überwiegend roh verzehrt werden, deckt in der Regel den notwendigen täglichen Bedarf an Vitalstoffen ab.

Vegan und glutenfrei

Fazit

Ganz gleich, ob man sich pflanzlich, vollwertig oder vegetarisch ernährt: ein Zuviel an Nahrung tut dem Körper nicht gut. Es ist sehr wichtig, die Signale des Körpers verstehen zu lernen und darauf zu hören. Der Körper gibt sich oft deutlich zu verstehen und macht auf irgendeine Weise auf sich aufmerksam. Ignorieren wir diese Signale, gerät unser Gefühl langfristig aus dem Gleichgewicht und die Spätfolgen sind gravierend und zeigen sich z.B. in Form von Krankheiten.

Jedes Hungergefühl ist ein deutliches Signal des Körpers, dennoch kommt es darauf an dieses Signal richtig zu deuten und optimal darauf zu reagieren. In jedem Fall gilt: weniger ist mehr. Ein Zuviel tut dem Körper nicht gut und bringt nur Nachteile mit sich – ganz gleich wie vollwertig und vitalstoffreich unsere Nahrung auch ist.

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5 Kommentare Gib deinen ab

  1. Celina sagt:

    Ein interessanter Artikel! Habe mich auch schon öfters mit der Frage auseinandergesetzt, ob es nicht besser ist, weniger zu essen und es ist ja auch bei Tieren bewiesen, dass ihr Leben durch weniger Nahrung verlängert werden kann. Hast du auch Quellen oder Literaturangaben die die Statements in deinem Text belegen? Würde mich nämlich gerne intensiver mit der Thematik auseinandersetzen.
    LG
    Celina

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    1. Coco sagt:

      Huhu Celina, danke für dein Kommentar ☺ mein Wissen stammt aus verschiedenen Quellen, kann das gar nicht genau zuordnen… Sehr basiert und speziell zu dem Artikel ist da die Literatur von dem Fastenarzt F. X. Mayr, oder sekundär die Artikel von Dr. von Rosen.
      Liebe Grüße und ich hoffe ich konnte dir damit weiterhelfen ☺
      Coco

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      1. Celina sagt:

        Vielen Dank! Das schaue ich mir sofort mal an 😊

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      2. Coco sagt:

        Oh das freut mich zu hören ☺ lass mich wissen wenn du noch konkret Fragen hast, gern auch ausführlich per PM ☺ liebe Grüße!

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      3. Celina sagt:

        Sehr gerne, Danke für das Angebot! Da werde ich sicher drauf zurück kommen ☺
        Liebe Grüße 🌸

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